Verleihung des westfälisch-lippischen Denkmalpreises im Heimhof-Theater

Heimhof-Theater erhält Würdigung für das außergewöhnliche Engagement

Als einen kleinen, aber kulturgeschichtlich reichen Ort bezeichnete Horst Becker, parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Bauministerium der Burbacher Ortsteil Würgendorf.  Der Staatssekretär war zusammen mit dem Leiter der LWL-Denkmalpflege, Dr. Markus Harzenetter, und der zuständigen Referatsleiterin im Ministerium, Dr. Birgitta Ringbeck nach Burbach gekommen, um im Heimhof-Theater des westfälisch-lippischen Preis für Denkmalpflege zu verleihen. Darum beworben hatte sich auch der Förderverein Heimhoftheater e.V., der es bis unter die besten vier Bewerber geschafft hatte. Leider reichte es am Ende nicht ganz, und Theodor Petera konnte aus den Händen des Staatssekretärs eine undotiere Anerkennung in Empfang nehmen. Den ersten Preis, dotiert mit 7.000 €, erhielten die Eheleute Sabine und Christoph Letmate aus Werther im Kreis Gütersloh für die Restaurierung einer Wassermühle am Klosterbach.

Die Fachjury unter dem Vorsitz von Albert Simons von Bockum-Dolfs, hatte es sich nicht einfach gemacht. Sie musste am Ende feststellen, dass eigentlich alle vier Kandidaten der Endrunde den Preis verdient gehabt hätten. Und so wurde entschieden, neben dem ersten Preis zusätzlich drei Anerkennungen zu verleihen, zu denen auch das Heimhof-Theater gehörte. Außerdem erhielten das Haus Ottens im historischen Stadtkern von Rheda-Wiedenbrück und die katholische Pfarrkirche St. Marien in Paderborn-Neuenbeken Anerkennungen. Insgesamt hatten waren rund 90 Bewerbungen eingereicht worden.

Lobende Worte fanden die Verantwortlichen für alle ausgezeichneten Projekte. Staatssekretär Horst Becker machte deutlich, dass „die Erhaltung und Pflege des reichen kulturellen Erbes vor allem vielen privaten Eigentümern und auch vielen Ehrenamtlichen zu verdanken ist, die mit großem Engagement Lasten und Mühen auf sich nehmen, von denen die gesamte Gesellschaft profitiert.“ Ohne diesen Einsatz sei Denkmalschutz nicht zu leisten, so Becker.

Der noch relative junge Preis wird im zweijährigen Wechsel zwischen Westfalen-Lippe und dem Rheinland ausgeschrieben. Bürgermeister Christoph Ewers freute sich, dass die südlichste Kommune Westfalens in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sei und allein schon dadurch das Heimhof-Theater weiter an Bekanntheit erlange.

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung durch den Pianisten Jörg Fuhrländer. Und selbstverständlich war nach dem offiziellen Teil ein Blick hinter die Kulissen möglich. Hier wurden schon die Vorbereitungen für die am Abend stattfindende Lichtspielveranstaltung im Rahmen der Reihe Filmpalast im Heimhof-Theater getroffen.

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